98. Sitzung der DStG-Bundesfrauenvertretung vom 04.-05.10.2018 im dbb Forum

 

Was tut sich in den Landes- und Bezirksverbänden im Hinblick auf die zeitgemäße Personalentwicklung im Öffentlichen Dienst?

Mit dieser Fragestellung eröffnete sich ein intensiver Austausch zu Beurteilungsverfahren, Möglichkeiten der Arbeitsort und Arbeitszeitgestaltung, Fürsorge der Dienstherren in Krankheits- und Versorgungssituationen. In manchen Bundesländern gibt es Programme zur Stärkung des ländlichen Raumes, in anderen werden Maßnahmen zur Zusammenlegung von Ämtern und Hierarchiestrukturen umgesetzt. Die Fülle der unterschiedlichen Ansätze der Organisation ist beeindruckend und verwirrend zu gleich.

Wir alle sind Teil der Steuerverwaltung einer Bundesrepublik und in jedem Bundesland wird dies anders umgesetzt.

Unser Austausch zeigte deutlich, dass wir als Mitarbeiter*innen

  • eine moderne Verwaltung anstreben
  • die Möglichkeiten des technischen Fortschritts nutzen wollen
  • dass dazu ständige Fortbildung und Anpassung des Arbeitsumfeldes erforderlich sind
  • der Mensch dabei nicht auf der Strecke bleiben darf

Mit besonderem Interesse ließen wir uns das Positionspapier der LFV Sachsen erläutern und hörten von Probebeurteilungen in Baden-Württemberg, um der Benachteiligung von Frauen einen Riegel vorzuschieben (Pressemitteilung BBW unter https://www.bbw.dbb.de/aktuelles/news/finanzministerium-will-benachteiligung-von-frauen-einen-riegel-vorschieben/?fbclid=IwAR3ltW2dSs98MDJfo9FP_sAaBavPfoWXBc3gQyDCxf4WeokM11JAA99LqeM )

Der § 29a AO (Überallveranlagung) wird bereits intensiv genutzt, um „Arbeit zu den Menschen“ zu bringen. Es gibt Finanzämter der Zukunft, die sich auch mit dem großen Thema Pflege und Vorsorge beschäftigen.

In einem sehr praxisnahen Vortrag erläuterte uns Helmut Pauls, wie wir weg vom Zeitmanagement hin zum Selbstmanagement gelangen können. „Wir machen immer nur die dringenden Dinge, nie die wichtigen“. Mithilfe digitaler Werkzeuge hat er für sich eine Organisationsstruktur gefunden, die ihm Sicherheit im (Arbeits-) Alltag bietet.

Der Ausblick in die zukünftige Arbeitswelt der steuerberatenden Berufe und deren prognostizierter Wegfall (Delphie Studie der Bertelsmanns-Stiftung) lässt erahnen, dass dies auch in der Finanzverwaltung für Umbrüche sorgen wird.

Das Schwerpunktthema Aufstiegsmöglichkeiten vom mittleren in den gehobenen Dienst wurde anhand der im Vorfeld abgefragten Punkte in einer Übersicht zusammengefasst und in den Tagungsunterlagen verteilt.

2 Landesfrauen baten um eine kurzfristige Darstellung der aktuellen Situation Kostendämpfungspauschale und Lebensarbeitszeitkonten im jeweiligen Bundesland.

Bis zur nächsten Sitzung ist das Versorgungsrecht des Bundeslandes durch jede Landesfrau zu hinterfragen und es sind die wichtigsten Eckpunkte zu präsentieren.

Karen Eschner, Vorsitzende LFV DStG LSA

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