dbb Jahrestagung 2019

Starker Staat statt schwarze Null

„Die Menschen verlieren das Vertrauen in den Staat, in seine Institutionen, in Regierende und Parteien. Man glaubt nicht mehr, dass sie in der Lage sind, die Probleme zu lösen“, sagte der dbb Chef bei der 60. dbb Jahrestagung am 7. Januar 2019 in Köln. Dies sei auch eine Folge jahrzehntelanger neoliberaler Attacken auf den Staat und „die Rache der schwarzen Null“. Silberbach: „Heute wissen wir: Der Qualität von Gesundheit, Sicherheit, Bildung, Infrastruktur und Kultur haben Privatisierung und Wettbewerb überhaupt nicht gut getan.“ Jeder Mensch in Deutschland müsse sich aber darauf verlassen können, dass der öffentliche Dienst überall im Land gleich gut für ihn da ist. Daher, so der der dbb Chef, brauche es „ein Sofortprogramm für einen starken und handlungsfähigen Staat. Er muss wieder wahrhaftig und greifbar an der Seite seiner Bürgerinnen und Bürger stehen.“

Das Video der gesamten Rede


Innenstaatssekretär Mayer:

Deutschland geht nicht ohne öffentlichen Dienst

Staatssekretär im Bundesministerium Stephan Mayer hat auf der dbb Jahrestagung die Leistung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gewürdigt und verbesserte Arbeitsbedingungen im Bundesdienst angekündigt.Dank des starken öffentlichen Dienstes sei Deutschland heute ein international geachtetes Land und eine der stärksten Volkswirtschaften weltweit. „Ich glaube, man kann sagen: Deutschland geht nicht ohne öffentlichen Dienst“, sagte der Staatssekretär bei der dbb Jahrestagung am 7. Januar 2019 stellvertretend für Minister Horst Seehofer. Der öffentliche Dienst sei der Garant für das Zusammenleben in Einigkeit und Recht und Freiheit in Deutschland. Damit dies auch in Zukunft gewährleistet sei, müssten die Rahmenbedingungen für den öffentlichen Dienst an die sich stetig wechselnden Anforderungen angepasst werden.

Das Video der gesamten Rede


NRW-Ministerpräsident Laschet

Guter öffentlicher Dienst braucht bessere Bezahlstrukturen

„Im Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte kann der öffentliche Dienst nur mithalten, wenn er auch gutes Einkommen bietet.“ Diese Auffassung hat der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet auf der dbb Jahrestagung vertreten.

„Wenn wir die besten Köpfe für den öffentlichen Dienst haben wollen – Experten, die beispielsweise die Daten der Bevölkerung verlässlich schützen und die Digitalisierung wirkungsvoll vorantreiben können – müssen wir bessere Voraussetzungen schaffen“, sagte Laschet am 7. Januar 2019 in Köln. Mit Blick auf die bevorstehende Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst der Länder warnte der Ministerpräsident aber zugleich vor überzogenen Erwartungen. Man dürfe nicht darauf hoffen, dass die Steuereinnahmen in den kommenden Jahren immer weiter steigen. „Sollte es einen harten Brexit geben, müssen wir uns in den kommenden sechs Monate auf Szenarien einstellen, deren Tragweite wir jetzt noch nicht absehen können.“

Der gesamte Vortrag im Video

Weitere Berichte finden Sie unter: https://www.dbb.de/presse/archiv/archiv.html

Quelle:www.dbb.de


Delegierte verschiedener Gewerkschaften und der dbb Landesleitung aus

Sachsen-Anhalt auf der Tagung

Am Rande der Jahrestagung fanden sich die Delegierten aus Sachsen- Anhalt nicht nur zu einem kurzen Fototermin zusammen. Austausch und Planung für die bevorstehende Arbeit des dbb in 2019, unsere Fachgewerkschaften verbindende Themen und die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern standen im Focus, Meinungen und gute Ideen wurden ausgetauscht....

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.